Morgens um drei Uhr ist die Welt noch in Ordnung.

Die Stadt schläft einem glanzlosen, nebelverhangenen

Spätwintertag entgegen. Um vier Uhr regt sich

ungewohntes Leben. Mehr Autos und Fussgänger als

sonst streben der Altstadt entgegen. Da und dort

verdrückt sich eine vermummte Gestalt in einen Hauseingang.

Hinter zugezogenen Vorhängen tastet sich scheuer

Lichtschein aus Wohnungen und Wirtschaften ins Freie. Ein

heiserer Hornstoss schreckt die Schläfer. Irgendwo scheppert

Blech. Gesprächsfetzen verlieren sich in der Dunkelheit.

Gegen fünf Uhr füllt sich die Altstadt mit Menschen. Und beim

ersten Glockenschlag explodiert die angestaute Energie.

Erlöste Gespenster toben los, Bassstimmen dröhnen:

"Zapfenstreich - vorwärts, marsch!"

Text: Mondo Annoni & Karl Lüönd - Luzerner Fasnachtbuch

 

Wie schön es doch wär, so sorglos wie früher zu Fasnächtle.

Niemand weis wies kommen wird.

Es ist ein Virus übers Land gezogen, Corona heisst er.

Ob wir es wohl schaffen nicht nur den Winter zu vertreiben,

sondern auch ihn, den sogenannten Corona? Wir werden sehen.

 

 

mobile menu

Free Joomla! template by Age Themes